Sprachwissenschaft

Schauen wir uns zunächst mal an, warum die Sprache überhaupt so faszinierend ist.

Sprache ist …

.. menschlich

Bei einigen anderen Lebewesen lassen sich Formen der Kommunikation feststellen, die gewisse Ähnlichkeiten mit der menschlichen Sprache aufweisen. Keines dieser Systeme ist jedoch so komplex und hoch entwickelt wie die unsere Sprache.

… universell

Alle Menschen sprechen mit ihren Artgenossen. Klare Fakten lassen sich ebenso sprachlich ausdrücken wie Gefühle, Wünsche und Träume. Wir können beschreiben, was wir in der Welt wahrnehmen, und wir können genauso gut über Dinge sprechen, die gar nicht außerhalb unserer Fantasie existieren.

… vielfältig

Nach unterschiedlichen Schätzungen der Wissenschaftler gibt es rund 6000 verschiedene Sprachen auf unserem Planeten. Dazu gehören weltweit verbreitete Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch und nahezu ausgestorbene Sprachen, die nur noch von ganz wenigen Menschen genutzt werden. Für weitere Unterteilungen sorgen die Dialekte, von denen es allein im deutschen Sprachraum mehrere Dutzend gibt, und spezielle Ausprägungen, die durch gesellschaftliche Schichten, Alter und ähnliche Kriterien entstehen.

… komplex

Es gibt nicht einfach die Sprachwissenschaft. Die Linguisten, wie sich die Erforscher der Sprache selbst nennen, unterscheiden zahlreiche Disziplinen. In der Phonologie/Phonetik, der Morphologie und der Syntax werden die Bestandteile der Sprache untersucht, nämlich Laute, Wörter und Sätze. Die Semantik beschäftigt sich mit der Bedeutung. Die Etymologie blickt zurück auf die Geschichte, während die Soziolinguistik gesellschaftliche Einflüsse untersucht.

… wichtig

Persönliche Gespräche würden uns ebenso fehlen wie die globale Kommunikation in allen Medien. Es gäbe weder mündliche Mitteilungen noch schriftliche Dokumente. Über andere Menschen und die Welt wüssten wir nur das, was wir mit den eigenen Augen sehen und mit den weiteren Sinnen wahrnehmen. Wir würden uns nicht von Tieren unterscheiden.

… schön

Goethes Dramen, Heines Gedichte, Dan Browns Thriller, all die mehr oder weniger unterhaltsamen und eindrucksvollen Werke der Weltliteratur würden ohne Sprache nicht existieren. Ohne Sprache könnten alle Musiker nur instrumental spielen. Es gäbe weder Liebeserklärungen noch aufbauende Worte. Wir könnten vielleicht ohne Worte die angenehmen Seiten des Lebens genießen, aber den anderen Menschen nichts über diesen Genuss mitteilen.

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