Lateinische Klassiker: Epistulae morales

Der römische Philosoph Seneca vermittelt in den Epistulae morales seine Weisheit in Briefform.

Inhalt

Der sterbende Seneca

Nachdem Seneca sich aus der Politik zurückgezogen hatte, beschäftigte er sich intensiv mit der Philosophie und moralischen Fragen. Er schrieb Briefe an den Ritter Lucilius, um seine philosophischen Vorstellungen als Stoiker zu vermitteln. Dabei distanzierte er sich von seinen unbefriedigenden Erfahrungen im politischen Alltag und suchte nach Antworten auf die zentrale Frage, wie der Mensch wirklich glücklich wird. Ein weiser Mensch lässt sich demnach nicht von unglücklichen Ereignissen, körperlichen Leiden, materiellen Dingen oder unangemessenen Erwartungen anderer Menschen beeinflussen. Die höchste Stufe erreicht allerdings kaum jemand.

Literarische Analyse

Die Epistulae morales umfassen insgesamt 124 Briefe, die in zwanzig Büchern zusammengefasst sind. Jeden Brief eröffnet der Autor mit dem gleichen Gruß an seinen Freund: „Seneca Lucilio suo salutem“. Ein „Vale“ bildet das Ende jeder Epistel. Seneca spricht Lucilius persönlich an, wendet sich aber durch die Sentenzen, in denen er seine Weisheiten vermittelt, auch an ein größeres Publikum.

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