Einfach mal diese überflüssigen Wörter loslassen

In diesem Beitrag geht es um zwei Wörter, die aus meiner Sicht überflüssig sind, jedenfalls in bestimmten Zusammenhängen. Da kann man sie einfach weglassen und die Aussage wird dadurch nicht eingeschränkt, sondern vereinfacht. Es sind zwei kleine, relativ unauffällige Wörter, nämlich „mit“ und „wieder“.

Loslassen
Manche Wörter muss man einfach mal loslassen.

Los geht’s mit „mit“. Früher™ konnte man an einer Veranstaltung teilnehmen, sich an einer Aktion beteiligen, zu einem Projekt beitragen oder bei einer Vorliebe für Fremdwörter gerne auch partizipieren oder involviert sind. Später wurde diese schöne Vielfalt drastisch vereinfacht. Da war man einfach dabei. Ganz im Sinne des olympischen Mottos: Dabei sein ist alles. Heute beteiligt sich im normal ungewöhnlichen Sprachgebrauch ein zusätzliches kleines Wort an einem solchen Satz. Heute ist man überall mit dabei. Dieses „mit“ hat keinen Sinn an dieser Stelle und bringt keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Trotzdem erfreut sich dieses „mit“ zunehmender Beliebtheit. Ebenso sinnlos sind die Aussagen, dass etwas mit dazugehört oder mit berücksichtigt werden müsse. Reicht es nicht, dass dieses Etwas dazugehört und es berücksichtigt wird?

Selbstverständlich ist diese Kombination der drei Buchstaben nicht generell überflüssig in der deutschen Sprache. Wenn ich mit jemandem rede, wenn ich meinen Kuchen aber bitte mit Sahne haben möchte und bei der Mitbestimmung mit der Zeit gehe, ist an all diesen Aussagen sprachlich nichts auszusetzen. Wir können „mit“ als Präposition oder Präfix (Vorsilbe) benutzen. Bei den anderen Verwendungen sollten wir hingegen eher sparsam sein oder vollständig darauf verzichten. Na klar, Zeiten ändern, die Sprache ebenfalls. Das ist aber keine Rechtfertigung, Unsinn zu reden.

Letzteres gilt auch für die Verwendung des Wortes „wieder“. Immer häufiger hört man, dass jemand wieder irgendwohin zurückkommt. Wie oft ist diese Person denn zuvor schon zurückgekommen? In anderen Zusammenhängen heißt es, jemand habe mit etwas angefangen und es wieder beendet? Wie oft wurde die Aktion denn schon beendet? Denn das Wort „wieder“ bedeutet soviel wie „nochmal“. Es ist also nur sinnvoll zu verwenden, wenn etwas zum wiederholten Mal passiert. Deshalb sollte man sich immer die Frage „wie oft?“ stellen.

Natürlich gilt auch hier, dass das Wort „wieder“ natürlich ein wichtiger Bestandteil der deutschen Sprache ist. Man sollte nur nicht zu verschwenderisch damit umgehen. Letztlich gilt hier das berühmte KISS-Prinzip: Keep it simple, stupid!